| aus: | DOKUMENTATION - DIE NEUE STÜTZPUNKTFEUERWACHE IN BAD KÖNIG |
ARCHITEKTEN DIPL. ING. P.W. BECKENHAUB & DIPL. ING. M.G.HOHM SCHLOSSPLATZ 12 64732 BAD KÖNIG |
ALLGEMEINES STÄDTEBAULICHE SITUATION DIE NEUE FEUERWACHE KONSTRUKTION PROJEKTDATEN ZURÜCK |
ALLGEMEINES
Lange Diskussionen über Standorte in der freien Peripherie brachten nicht den gewünschten Erfolg und die damit verbundene neue Stützpunktfeuerwache verschwand langsam in weiter Ferne.
Erst die Idee, auf dem gewachsenen Bestand aufzubauen und das vorhandene Grundstück in der Innenstadt besser auszunutzen, brachte neben dem breiten Konsens in allen Gremien auch die Ersparnis
eines neuen Grundstückes. Ein langer Weg stand dennoch bevor, denn die Voraussetzungen für diese Lösung war eine Bezuschussung vom Ministerium des Innern und des Kreises. Viele Gespräche und
Verhandlungen brachten hier den gewünschten Erfolg, so daß nach mehr als 3 Jahren Vorbereitung 1997 mit dem Bau der Stützpunktfeuerwache begonnen werden konnte.
STÄDTEBAULICHE SITUATION
Das Grundstück liegt in einem Teilbereich eines innerstädtischen Wohngebietes und kann einerseitsvon der Weyprechtstraße und andererseits von der Jahnstraße her erschlossen werden. Im Gesamten
bestimmt die umliegende Bebauung die Proportionen und die Dachlandschaft der neuen Stützpunktfeuerwache.
DIE NEUE FEUERWACHE
Das Konzept sah vor, die desolaten Gebäude der ehemaligen Feuerwehr bis auf die 4 bestehenden STB-Hallen im zurückgesetzten Berreich, abzubrechen. Zwei Riegel, jeweils parallel zur Jahnstraße und
parallel zurückversetzt zur Weyprechtstraße, treffen V-förmig aufeinander. Dieses Gelenk - der Verteiler ist frei von Überkreuzungen und Gegenläufigkeiten - führt direkt in beide Fahrzeughallen.
Beide Gebäude sind einem Innenhof zugeordnet, der eine gute Belichtung für alle Räumlichkeiten unterstützt. Die Zugänge sowohl von der Weyprechtstraße als auch von der Jahnstraße, führen direkt
zu dem Umkleidebereich. Der Übungs- und Schlauchturm an der äußersten Spitze der Grundstücksgrenze zur Weyprechtstraße hin markiert den Raum von Übungshof und Gebäude, sowie städtebaulich die
besondere Stellung der Feuerwache und trägt durch seinen Symbolgehalt zur klaren Verdeutlichung dieser Anlage bei. Als plastisches Element übernimmt der Übungs- und Schlauchturm eine vorbereitende
Funktion für den Zugang und führt per Außentreppe in das Obergeschoß. Hier wird man über eine Dachterasse in den hellen und großzügig angelegten Schulungsbereich mit seinen Nebenräumen geführt.
Eine Sonderstellung nimmt daneben die Funkzentrale ein, die sich durch Material und Form vom Schulungsbereich klar abhebt. Von dort können Notfallsituationen koordiniert und abgewickelt werden.
Elemente wie die beiden Stege sollen dem außenstehenden Betrachter und dem Besucher die spannungsreiche Arbeit der Feuerwehr begreiflich darstellen. Dem Passanten und dem Feuerwehrmann wird eine
spürbare Gliederung der einzelnen Funktionsbereiche übermittelt, die die Spannung dieses Umfeldes wiederspiegelt.
Das Gebäude Jahnstraße besticht durch seine klare Fassadengliederung. Alle Bereiche, die durch die Feuerwehr genutzt werden, sind durch Sichtbetonvorsprünge gekennzeichnet. Der Zugangsbereicherhält
durch den Rücksprung im Erdgeschoß eine gewisse Großzügigkeit und übernimmt dadurch auch eine repräsentative Funktion. Die Jugendfeuerwehr und der Verein sind im Obergeschoß des Gebäudes Jahnstraße
plaziert. Dieser nach Westen ausgerichtete Bereich wird vorwiegend in den Abendstunden genutzt. Die gegliederten Glasflächen in diesem Bereich werden von der Außengestaltung nach innen projeziert und
der farbige Akzent wird durch das ROT als Symbolfarbe der Feuerwehr in zurückhaltender Form sowohl außen als auch durch den Lichteinfall in den Abendstunden innen deutlich. Die Möblierung und Gestaltung
des Raumes ist zeitlos und zurückhaltend. Eine Wohnung auf gleicher Etage bietet die Möglichkeit einen Hausmeister für das Gebäude zu integrieren. Insgesamt wird dem Betrachter die technische und
sachliche Repräsentanz der Feuerwehr vor Augen geführt. Die gewählten Materialien der neuen Stützpunktfeuerwache nehmen Bezug auf den technischen und zeitgemäßen Standard einer Feuerwehr und sollen Sie
in ihrer Architektur wiedergeben. Das Gebäude wurde nicht mit modischen Akzenten geschmückt, vielmehr wurde ihm ein eigenständiger, zeitloser Charakter verliehen.
Peter W. Beckenhaub - Martin G. Hohm
KONSTRUKTION
PROJEKTDATEN
| September | 1994 | Vorstellung eines Konzeptes | ||
| Mai | 1997 | Offizieller Spatenstich | ||
| Juni | 1997 | Baugenehmigung | ||
| August | 1997 | Abbrucharbeiten | ||
| September | 1997 | Baubeginn | ||
| Mai | 1998 | Richtfest | ||
| Mai | 1999 | Fertigstellung |